Stavoren
Stavoren wurde im 5. Jahrhundert v. Chr. gegründet und ist zusammen mit Dokkum die älteste der friesischen Städte. Wahrscheinlich wurde die Siedlung schon 313 vor Christus gegründet, wird aber in einer Chronik erstmalig 991 nach Christus bedingt durch den Überfall der Wikinger erwähnt. Sie war also zu der Zeit schon ein begehrtes Ziel für Plünderungen. Von Städten wie „Enkhuizen”, „Hoorn” oder gar „Amsterdam” war noch keine Rede. Im Jahre 1060 erlangte „Stavoren” Stadtrechte und wurde später Mitglied der „Hanse”. 1345 scheiterte „Wilhelm IV” bei der Eroberung der damaligen Metropole Frieslands, wovon ein Denkmal am Deich südlich des Ortes zeugt. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Statue der „Vrouwe van Stavoren”, die man im alten Außenhafen in der Nähe der kleinen Schleuse findet. Diese reiche Kaufmannswittwe soll im 13. Jahrhundert gelebt haben und gab das Geld mit vollen Händen aus. Sie war arrogant und endete am Bettelstab.
Das Städtchen ist urgemütlich und eine Toplage am IJsselmeer unweit der anderen friesischen Seen. In den Sommermonaten verkehrt ein Liniendienst von Stavoren nach Enkhuizen. Diese Bootstour ist sehr zu empfehlen, insbesondere wenn man sie mit einem Besuch im Zuiderzeemuseum in Enkhuizen kombiniert.
Sehenswürdigkeiten:
- Alter Außenhafen mit seinem Peil und der Lügenbank ganz am Ende der Mole
- „Vrouwe van Stavoren”
- Schöpfwerk aus den 60igern mit einer Pumpleistung von 6000 cbm/min
Hinweise für Skipper:
Die schönsten Liegeplätze findet man vom Inland kommend, wenn man vor der Schleuse die „Warnservaart” verlässt und rechts abbiegt. Man kann an beiden Ufern vor der „Koebrug” festmachen und liegt auch bei starkem Wind im Schutze des Ortes.